Donnerstag, 31. Juli 2025
Geschichte für Schüler von Schülern
Klasse 10a mit Geschichtslehrer Gunnar Birzele belegen den grandiosen dritten Platz beim Schulpreis des Ostalbkreises zum Thema „Demokratiebildung“
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Anfang Februar konnten Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen der Uhland-Realschule sowie die Klassensprecherinnen und Klassensprecher der Weitbrechtschule Wasseralfingen einem Politiker mit ihren Fragen auf den Zahn fühlen.
Die Vorfreude bei den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften war groß, als es mit dem Zug Richtung Stuttgart ging. Auf Einladung von Herrn Winfried Mack (MdL) durften insgesamt 20 Jugendliche Landespolitik hautnah erleben.
Nach einer ersten Stärkung mit Kakao und Kaffee – dies sollte an diesem Tag nicht die letzte bleiben – ging es weiter in Richtung Landtag. Am Eingang wurde die Besuchergruppe von Winfried Mack persönlich begrüßt.
Anschließend führte der erste Programmpunkt direkt in das Herzstück des Landtags: den Plenarsaal. Hier tagt die direkt gewählte Vertretung des Volkes, die am 8. März 2026 neu gewählt wird.
Nach einer kurzen Einführung in die politischen Ebenen der Bundesrepublik Deutschland, sowie deren Zuständigkeiten und Aufgaben folgten bereits die ersten Fragen der Schülerinnen und Schüler, die auf den Stühlen der einzelnen Fraktionen Platz genommen hatten. Die Fragen reichten von persönlichen Themen wie „Wie sind Sie zur Politik gekommen?“ oder „Wie anstrengend ist dieser Beruf?“ bis hin zu allgemeinen Fragen wie „Hat sich der Wahlkampf über die Jahre verändert?“.
Nach rund einer Stunde ging es weiter in einen Konferenzraum der Fraktionen. Dort wurde der Austausch vertieft, unter anderem zu wirtschaftlichen Themen, aber auch zu Fragen, die weit über die Grenzen Baden-Württembergs hinausgehen. So fragten die Jugendlichen beispielsweise: „Wie schätzen Sie die Lage in Minneapolis ein?“ oder „Was können wir hier in Baden-Württemberg tun, damit unsere Technologien nicht von anderen Staaten gestohlen werden?“.
Winfried Mack bestärkte die Schülerinnen und Schüler darin, auf die Strukturen unseres Staates und die Gewaltenteilung zu vertrauen – auch wenn Gefahren von den Rändern des politischen Spektrums drohen. Unsere Demokratie lebe vom Austausch, von Diskussionen und von Kompromissen.
Zudem rief er die Jugendlichen dazu auf, sich politisch einzubringen, sei es durch Wählen, das Organisieren von Demonstrationen oder die Teilnahme an diesen.
Der Besuch bot einen interessanten Einblick und zeigte den Schülerinnen und Schülern, dass Politik keineswegs langweilig sein muss. Sie ist spannend – und kann zugleich ganz schön anstrengend sein.
Text und Bilder: Sinika Weber, L'in